Project Reality: A Battlefield 2 Modification
Eine Mod, die Geschichte schrieb
Juli 2004, ein kleines Mod-Team fängt die Arbeiten an ihrer Modifikation an. Project Reality, eine kleine Modifikation die lediglich Waffensettings ändern sollte und Battlefield 2 realistischer gestalten sollte.
2009, Project Reality hat 5 Jahre Entwicklung auf dem Buckel, viele Preise gewonnen, eine riesen Community und vom Basisspiel ist nur noch die Engine übrig geblieben.
Unter anderem bekam Project Reality:
2006 Mod of the Year Awards: Zweiter Platz
2007 Mod of the Year Awards: Zweiter Platz
2008 Mod of the Year Awards: Erster Platz
Die wichtigsten Änderungen
So gut wie alle Models wurden neu gemacht, hoch aufgelöste Texturen, qualitativ hochwertige Sounds, Karten mit viel Liebe zum Detail, neue Fraktionen und neue Spielmodi.
HUD wurde fast komplett entfernt. Lediglich eine Ausdauer-Anzeige, Waffenmodus, Magazinanzahl sind noch da. Desweiteren wurde ein Kompass am unteren Bildschirmrand platziert, der im Gefecht eine wichtige Rolle bei der Koordination spielt.
Radar gibt es nurnoch in Fahrzeugen.
Das Spawnen an Flaggenpunkten oder Squadleader wurde komplett entfernt. Man kann nurnoch in der Mainbase spawnen, sogenannte Rallypoints vom eigenen Squad und Vorposten, welche vom Squadleader gesetzt werden und aufgebaut werden müssen. Dort kann dann das ganze Team spawnen.
Kits, sprich Waffen sind auch nicht alle ohne weiteres verfügbar. Beim spawnen vorhanden sind lediglich: Officer (Nur als Squadleader auswählbar), Rifleman, Rifleman Specialist, Corpsman. Die variieren auch oft je nach Team oder Map.
Dazu kommen noch limitierte Kits, die erst nach Anforderung verfügbar sind. Manche kann man sich am Rally Point besorgen, schweres Geschütz aber muss an einem Vorposten geholt werden oder von einer Kiste, welche von Hubschrauber oder Trucks abgesetzt werden können.
Man kann auch nicht mehr ohne weiteres in einen Kampfhubschrauber steigen, wie in Battlefield 2 und davon fliegen. Um so ein Gefährt überhaupt bedienen zu können, benötigt man zuerst ein Pilotenkit. Bei Panzer oder Schützenpanzer zum Beispiel braucht man ein Crewman Kit.
Wenn man in Battlefield 2 getroffen wurde merkte man das nur bedingt, Folgen hatte es auch nicht und sobald dir ein Sanitäter sein Erste Hilfe Kasten an den Kopf geschmissen hatte, waren alle Wunden innerhalb von Sekunden geheilt.
In Project Reality dagegen ist die Sache etwas komplexer. Je nachdem wo man getroffen wird, wird der Bildschirm rot und man beginngt zu bluten. Ist die Verletzung nicht groß, kann man die Blutung mit einem
Field Dressing stoppen, welches jeder Soldat mit sich führt. Ist es allerdings etwas Ernsteres wird man weiter bluten, immer weniger sehen, der Bildschirm wird verschwommen, der Ton wird dumpfer, der Spieler hustet, bis der Bildschirm schwarz weiß ist und man die Orientierung verliert. Spätestens da braucht man einen Sanitäter, welcher einen deutlich länger als in Battlefield 2 verarzten muss.
Man kann allerdings auch gleich kampfunfähig gemacht werden. Das gibt es auch in Battlefield 2. Dort kommt dann der Sanitäter und holt einem mit einem Defibrillator zurück, man kann sofort komplett geheilt weiterrennen. In Project Reality ist es ähnlich, nur dass der Defibrillator da durch ein
Epipen ersetzt ist. Dann muss man erst mal verarzten werden bevor es weiter geht. Der Sanitäter hat auch die Möglichkeit eine Herz-Rythmus-Massage anzuwenden. Die ist allerdings nicht nötig, sondern nur dafür da einen Verwundeten aus einer Ecke heraus zu schubsen, da er nicht wiederbelebt werden kann wenn er da drin hängt und damit nur Epipen verschwendet wird.
Flaggen können nicht in beliebiger Reihenfolge eingenommen werden. Auf der Karte wird angezeigt, welche Flagge angegriffen bzw. verteidigt werden muss.
Fahrzeuge können nur an dafür vorgesehenen Stellen bestiegen werden. (Normalerweise sind das Türen)
Alle Möglichkeiten die Gegnerbewegungen auf der Karte anzeigen zu lassen wurden entfernt. Man kann nurnoch als Squadleader zum Commander einen Gegnertyp melden und der kann ihn auf der Karte markieren, allerdings nicht erfassen. Eine Markierung muss daher nicht aktuell oder richtig sein.
Generische Tickets (Punkte) werden nicht angezeigt. Außerdem gehen die Runden deutlich länger als in Battlefield 2. (~1 oder 2 Stunden)
Neu ist auch das
suppressing fire. Schlägt eine Kugel nämlich direkt neber einem ein wird der Bildschirm verschwommen und man hört leiser, so in etwa wie ein Tinnitus.
Resultat ist Unbeweglichkeit und man wird zu Deutsch in der Stellung festgenagelt. Normalerweise wird das von MG-Feuer erreicht.
Ähnliche Wirkung haben Panzergeschosse oder Artillerie.
Wie läuft so eine Runde eigentlich ab?
Wenn man Project Reality zum ersten mal spielt, sollte man einem Trainingsserver erstellen oder beitreten. Das ist ein eigener Spielmodus, bei dem die Spawnzeiten stark reduziert wurden, Friendly Fire aus ist und vieles mehr, damit ihr euch mit Project Reality vertraut machen könnt.
Außerdem ist es ratsam, erstmal die Guide durchzulesen, welche man nach der Installation im Project Reality Ordner vorfindet oder auf der Website downloaden kann.
Man betritt einen der vielbesuchten Server. Zugegeben das Laden der Karten dauert sehr lange. Das kommt daher, das die Karten ziemlich groß und aufwendig sind. Zudem ist in Project Reality ziemlich viel neues integriert und es benutzt seine eigenen Shader.
So jetzt sind wir im Spiel und treten zuerst einem Squad bei. In vielen Servern ist das Pfilcht. Am besten sucht man sich ein deutsches Squad. Voice Chat ist in Project Reality sehr verbreitet und wird in der Regel immer verwendet. Die helfen einem auch gerne wenn man noch was nicht kapiert.
Wenn man so weit mitdenkt, fragt man den Squadleader auch gleich was für ein Kit man nehmen soll. Wenn der freie Bahn gibt hat man freie Auswahl. Am besten nimmt man dann Rifleman. Das ist der normale Soldat mit Sturmgewehr und einem Pack Munition. Von dem gibt es auch 2 Versionen, einen mit A.C.O.G. Zielvisier und einen mit Red Dot. Ersteres empfiehlt sich auf weitere Strecken und offenem Gelände. Das Red Dot eher im Häuserkampf und kurze Strecken.
Jetzt spawnt man am besten am Rally Punkt vom Squad, wenn nicht vorhanden in der Main Base. Oder... du fragst einfach nach!
Im Kriegsgebiet angekommen suchst du dein Squad und schließt dich an. Einzelkämpfer gibt es nicht. Höchstens ein Sniper oder ein Pilot... der wirst du aber am Anfang lange Zeit nicht sein.
Jetzt macht ihr einfach das, was man euch befiehlt. Das kann auch gut mal sein, dass ihr in ner Stellung warten müsst und sich lange Zeit nichts tut.
Allerdings kommt jetzt das beste von Project Reality zu tragen, was ich bisher noch in keinem Spiel gesehen hab:
Das Teamplay
Im Squad ist es Gang und Gäbe, dass man sich untereinander mittels Voice Chat verständigt und Feinde mittels Kompass oder Kartenraster angibt.
Der Commander (bekannt aus Battlefield 2) gibt von ganz oben Befehle und nimmt wie gesagt die Feindsichtungen der Squadleader entgegen.
Ist das Squad auf dem Flugzeugträger oder in der Mainbase kann man sich einen Hubschrauber nehmen um bequem ins Kriegsgebiet geflogen zu werden. Dazu gibt es Leute, die eigene Transport-Squads öffnen nur um euch dort hinzufliegen, wo ihr wollt.
Seid ihr allerdings in der Pampa und müsst rausgebracht werden, muss der Squadleader ein Transportmittelanfordern. Das wird dann auf der Karte angezeigt. Fühlt sich ein Pilot dann in der Lage euch rauszubringen, wird er Bescheid geben und fliegt los. Bei euch angekommen wird er sich über eine grüne Rauchgranate freuen, die als Landeplatz dient.
Wie gesagt braucht man vorgelagerte Stellungen, um zu spawnen und limitierte Kits anzufordern. Diese kann der Squadleader allerdings nur errichten, wenn 2 Kisten da sind. Die können entweder von einem Truck geschmissen werden oder von einem Heli. Also macht der Squadleader wieder einen Funkruf mit Symbol auf der Karte und ein Pilot wird sich eventuell bereiterklären herzufliegen und eine Kiste abwerfen, damit die Infantrie anfangen kann den Vorposten aufzuschaufeln. Sobald der fertig ist kann der Squadleader außerdem MG-Stellung bauen, Flugabwehr, Sandsäcke und so weiter...
Squadleader und Sniper haben außerdem ein Laser-Designator, welcher ermöglicht ein Ziel zu markieren, welches dann für Lufteinheiten sichtbar ist und unter Beschuss genommen werden kann.
Das waren jetzt nur ein paar Beispiele aus der fazinierenden Welt von Project Reality. Man könnte jetzt noch viel mehr erzählen wie zum Beispiel vom Insurgency Modus, bei dem nicht Flaggen eingenommen werden müssen, sondern Waffenkisten von Aufständigen aufgespürt und zerstört werden müssen. Aber das würde jetzt den Rahmen sprengen.
Links:
Project Reality Website
Wikipedia Eintrag
Forum
Guide (geht manchmal irgendwie nicht, man bekommt sie aber auch nach der Installation)
DOWNLOAD
Man benötigt: Battleflied 2 + Patch 1.41
Dann auf oben genannte Seite und Client (Core) und Client (Levels) runterladen. Beides wird zum Spielen gebraucht! Dann aufpassen, dass ihr Project Reality immer von der vorgesehenen Verknüpfung startet, wegen den Shadern.
You Tube - v0.8 Trailer
You Tube - v0.85 Teaser
You Tube - v0.86 Teaser
You Tube - Channel
Zuletzt noch ein paar Vergleichsscreenshots und weiter unten Screenshots vom Spiel.
(c)PC-Heaven.de 2009
Screenshots: