Und wieder hab ich mich entschlossen, ein altes Spiel herauszugraben, dass ich noch aus meinen "Kindheitstagen" (auch wenn ich erst 18 bin) kenne und gerne und oft gespielt habe, man könnte auch sagen dass es mein Lieblingsspiel ist - neben Metal Gear Solid 1. Die Rede ist von Castlevania - Symphony of the Night, der spannenden Mischung aus Jump'n'Run und Rollenspiel.

Geschichte
Wer kennt Castlevania nicht? Die Vorgeschichte ist bei vielen Castlevania Teilen die Gleiche: Dracula wurde uaf irgendeine Art und Weise wiederweckt, wir dürfen uns als Mitglied des Belmont Clans, einer alten Familie, die Dracula schon seit Hunderten von Jahren bekämpft, mithilfe einer magischen Peitsche, zahlreicher Unterwaffen (Schwerter, Äxte, Weihwasser, Kreuz etc.) und begrenzten HP und Herzen (Jede Unterwaffe verbraucht Herzen) durch Draculas Schloss schlagen, bis wir am Ende Dracula selbst gegenüber stehen. So auch bei Symphony of the Night? Ein drohendes Intro bereitet uns vor...


Starten wir das Spiel, sieht es wirklich so aus, als ob es so wäre, wir spielen nämlich mit Richter Belmont den Kampf gegen Dracula - doch halt, war dies nicht Thema von
Castlevania Vampires Kiss ? Nichtsdestotrotz, Dracula ist relativ einfach zu besiegen, dank den Spezialwaffen, die dort erhältlich sind - auch seine zweite Form. Spiel jetzt etwa schon vorbei? Nein!



Wir erfahren in einer Zwischensequenz, dass Richter Belmont Dracula erfolgreich besiegen konnte, allerdings nur fünf Jahre später verschwand und Draculas Schloss, welches normal alle 100 Jahre erscheint, wieder erschien. Dies erweckte Draculas Sohn Alucard (Mal von hinten herein lesen!) aus seinem Schlaf, in den er sich versetzt hatte, um den Menschen nichts anzutun und seine eigene Blutlinie für immer enden zu lassen, und ließ ihn das Schloss betreten...



Gameplay




Ist am Anfang relativ einfach, da unser Vampir bestens für seine Reise ausgerüstet ist, mit Schwert, Schild, Helm, Cape, Rüstung und auch mit diversen Amuletten, die ihm Statusboni verleihen. Dies ermöglicht einen sehr leichten Einstieg in das Spiel, wenn man von vornherein das beste Equipment hat - allerdings nur bis zu einem Punkt am Anfang, wo ein Freund Draculas (besser bekannt als Tod) euch das Equipment abnimmt, um eure Attacke auf das Schloss abzuschwächen oder euch zum Umkehren zu zwingen. Doch wir finden bereits hier unser "erstes" Schwert:

Im Spiel gibt es folgende Werte, die sehr wichtig sind:
ATT = Schaden den Alucard macht
DEF = Verteidigung von Alucard
STR = Stärke; beeinflusst Schaden
CON = Konstitution; beeinflusst HP Zahl / Verteidigung
INT = Intelligenz; beeinflusst Stärke von Magie
LCK = Glück; beeinflusst Anzahl der kritischen Treffer / Fundsachen von Gegnern
Pro Level, dass ALucard aufsteigt, verändern sich STR, CON, INT und LCK. Der Experience-Wert für den neuen Level (nach jedem besiegten Gegner erhält Alucard dort einen Bonus) steigt von Levelaufstieg zu Levelaufstieg.
Relativ einfach und jedem Rollenspiel ähnlich also. Aufsammeln kann Alucard (wie in vorhergehenden Castlevania Teilen) Herzen für die bekannten UNterwaffen (Kreuz, Weihwasser, Messer, Axt ..) und eine Vielzahl an Gegenständen, um sich selbst besser auszurüsten - von einem magischen Bogen über Morgensterne, Schwerter, Steinmasken, Kronen, Capes und andere magische Utensilien ist alles dabei, was Alucard finden kann, was einen großen Reiz des Spiels ausmacht, auch zum "Hochleveln" auf Lv. 99, was die Obegrenze darstellt.


Ähnlich sieht es mit dem Entdecken der Spielwelt aus - das Schloss besteht aus einer riesengroßen Karte, von der ein Spieler eine besondere Prozentanzahl entdecken kann, welche bis zu 200,6% reicht. Anfangs relativ wenig entdeckt, entdeckt man immer mehr, immer neue Gegner, auch neue Endgegner und immer stärkere Herausforderungen. Die volle Karte habe ich natürlich gespoilert, um nichts zu verraten

Das Spiel wird beherrscht von einem sehr großen "Entdeckertrieb" und ich kann euch sagen: Es kommt am Ende alles anders als ihr denkt - denn es gibt 4 verschiedene Enden. Auch dauert es sehr lange (und ist fast unmöglich!) alles zu entdecken und zu besitzen...
Während des Spiels kann man auch bei einem "Librarian" (d.h. einem Bibliothekar) in einer großen Bibliothek einkaufen gehen, für Geld, was man während dem Spiel überall finden kann, sowie Edelsteine, die im Spiel verstreut sind, verkaufen und so Geld machen. Auch kann man sich (falls man an einem Endgegner mehrmal scheitern sollte oder einfach nicht ankommt) für Geld Taktiken für diesen Gegner anschauen.
Grafik
PSX eben - und 2D RPG

Natürlich nix für Grafikfreaks, da es ja schon älter ist. Allerdings ist die Umgebung des Schlosses sehr detailliert dargestellt und die Sprites sind auch sehr ansehnlich - flüssig und nicht rucklig, auch die vielen Gegner und sehr sehr vielen Animationen sind für den damaligen Stand echt super dargestellt!
Fazit
Wer eine Playstation, eine PSP, eine XBox oder eine Wii besitzt (da man es inzwischen bei XBOXLive laden kann, genauso wie bei dem Online-Dienst der Wii), muss dieses Spiel einfach kaufen. Es ist ein absoluter Muss und hat mich echt jahrelang gefesselt, bis ich alle Sachen erkundet hatte, 200,6% erreicht hatte und wirklich jedes Geheimnis des Spiels kannte.
Ich hoffe ich konnte so weitere in den Bann von Castlevania: SotN ziehen!
Hier noch ein paar Bilder zum "Anmachen" angehängt.