Arcania - A Gothic Tale / Gothic 4

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      Arcania..

      A Gothic Tale oder A Gothic Fail?





      Mein "Hintergrund"

      Ich bin erstmal relativ vorurteilslos an das Spiel herangegangen. Ich habe gar nicht groß beachtet, was in Foren bereits am Tag wo ichs gekauft hab abging, sondern wollte mir erst selbst eine Meinung bilden, ohne mich vorher beeinflussen zu lassen.

      Gespielt habe ich G1, G2, G3 und das alles mehrmals - G3 am Häufigsten. Sowohl mit ver 1.12 als auch CP 1.73 und QP. GD hab ich nach 10 Minuten Spielzeit bei nem Freund erst gar nicht gekauft.

      Ich hab auch einige Zeit lang ein bisschen für Gothic 1 und 2 gescriptet, was aber nicht der Rede wert ist. ;)



      Geschichte


      Die Ausgangssituation... in einem kurzen - oder längeren - Abriss.

      Aus Gothic 1 wissen wir, dass der Held Gefangener in einer Strafkolonie, die von einer Barriere umgeben wurde, war. Diese Barriere wurde erschaffen um die Gefangenen in der Barriere zu behalten, jedoch wurde sie unabsichtlich größer und schloss auch die Magier mit sich ein, was darin resultierte, dass es verschiedene Ausbruchspläne gab.
      Der Held schloss Freundschaft mit den 4 Freunden Milten (Feuermagier), Gorn (Söldner), Lester (Novize) und Diego ( Schatten) und weiteren. Er erkannte am Ende mit der Hilfe von einem ehemaligen Feuermagier, nun Dämonenbeschwörer namens Xardas, dass die Barriere sich vergrößerte, weil ein Dämon Beliars ("Der Schläfer") ansonsten durch die Barriere getötet worden wäre. Der Held besiegte schlussendlich den Schläfer in seinem unterirdischen Tempel, wurde jedoch verschüttet.

      Gothic 2 indes schildert die Rettung des Helden durch Xardas und seine erneute Mission, die Kreaturen, die der Schläfer mit seinem letzten Todesschrei rief, zu bekämpfen - Drachen. Der Held benötigte für diese Mission das Auge Innos, ein seltenes Artefakt, welches er schließlich in seinen Besitz bringen konnte und die Drachen vernichtete, sowie Irdorath aufsuchte, den Ursprungsort der Drachen und der Diener Beliars.

      Nach den ereignissen von Gothic 2 segelte der Held mit seinen wichtigsten Freunden aufs Festland, indem er das Schiff der Paladine stahl. Hier wurde er Zeuge des Kriegs zwischen Orks und Menschen, den die Orks zu ihren Gunsten gewonnen hatten. Der Held fand Xardas, der nach den Ereignissen von Gothic 2 verschwunden war und befreite mit ihm die Welt von den Göttern und ihren Erwählten. Der Held tötete auf diesem Weg Zuben, den Herrscher der Wüste und Rhobar II, den König von Myrtana, und verschwand mit Xardas durch ein Mysteriöses Portal.

      In Gothic 3 - Götterdämmerung nun sah der Held, dass immer noch kein Frieden in Myrtana herrschte, und kehrte - nach einem Streit mit Xardas - in die Welt zurück, um diesen Zustand ein für alle Mal zu beenden. Er zerschlug die Armee der Orks und tötete auch den Dämon, der von einem Beschwörer der Orks beschwört wurde. Danach wird der Held zum König, Rhobar III, gekrönt.

      Hier beginnt - nach viel Tipparbeit - Arcania. Arcania spielt weder auf Khorinis wie GOthic 1 und 2 noch auf dem Festland wie Gothic 3, sondern auf den Südlichen Inseln. Ein neuer Held erwacht nach einem Alptraum über Rhobar III. Dieser Hirtenjunge ist frisch mit seiner Freundin verlobt und ein Bekannter von Diego, der ihn auch im Kampf unterrichtet. Doch als der Held von einer Kräuterhexe in Magie geprüft wird, brennt die Myrtanische Armee Rhobars des Dritten sein Heimatdorf nieder und seine Freundin stirbt in seinen Armen. Ein Rachefeldzug beginnt, bei dem der Held mit seinem Mentor Diego auf die größere Insel Argaan segelt...




      Gameplay

      Das Gameplay ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, weil es anders aufgebaut ist als das von Gothic 3. Störend beispielsweise ist, dass man die Waffe war mit Linksklick ziehen kann, allerdings nicht mit der Maus wegstecken kann bzw. man dafür nicht die Leertaste oder eine andere offensichtliche Taste benutzen kann, sondern diese Taste F ist.

      Auch störend sind die unsichtbaren Mauern, die überall angebracht sind - das heißt kein freies Erkunden mehr wie in Gothic 3, was auch die abgeschlossenen Gebiete mit einschließt. Dies war zwar vorher bekannt, allerdings mag es mir für ein RPG nicht so wohl bekommen. Dies war jedoch im Vorfeld schon über Arcania bekannt, was daher kein Negativpunkt ist.

      Sehr kritisch sehe ich die Questdichte. Es kann nicht sein, dass ich in dieser großen Welt, wie sie Arcania darstellt, nur derart wenige Quests finde (selbst wenn ich ALLE Nebenquests absolviere - nur die Sache mit den Bienenstöcken habe ich ausgelassen) schon nach 13 Stunden das Spiel durchgespielt habe. Die Quests sind alle sehr spärlich gestreut und meistens gibt es nur typische "Hole A und bringe es nach B" oder "Töte so und soviele X" - Quests. Diese Quests waren nach dem Spielen teilweise so langweilig, dass ich kurz vor Thorniara überlegt habe, aufzugeben - ein starker Motivationskiller.



      Ein weiteres Manko ist die Story an sich. Die Rachegeschichte kauft man dem Helden ab, doch auf der Insel gibt sich der Held plötzlich gesprächig, vergisst seinen eigentlichen AUftrag und geht viel besonnener vor, als man es von jemand in seiner Situation erwarten dürfte. Er findet sowohl "Freunde" als tauscht sein eigentliches Rachemotiv auch gegen eine Schnitzeljagd auf einen Tempel ein. Die Story "rusht" eigentlich nur durch die einzelnen Gebiete durch, da man die Hauptstory von Gebiet zu Gebiet kaum erweitert und erst ab dem Kloster eine Besserung erfahren ist (erst da beginnt die Story, gut zu werden..)

      Ein anderes großes Manko (was mich persönlich sowas von genervt hat) sind die komischen "Hä"-s die Personen einfach in den Mund geworfen werden. Lyrca hätte ich am Liebsten in der Höhle getötet.. Mehr als die Wühlböcke, die ich eigentlich töten sollte, die aber total einfach zu töten sind - selbst auf Schwierigkeitsgrad Gothic. Die meisten Personen in Arcania sind keine "Originale", d.h. ich kaufe Ihnen ihre Story nicht so wirklich ab. Die einzigen Gebiete, in denen ich das tue, sind Stewark (Baron-Story) und Thorniara.

      Das Balancing leidet stark. Durch manche Gebiete kann ich auf Gothic durchrushen fast schon, bei anderen Gebieten habe ich selbst bei Leicht Schwierigkeiten. So zum beispiel die Aufgabe mit den toten Paladinen auf dem Meer und in Thorniara mit den Untoten - auch wenn das vllt. auf meine Spieltaktik zurückgeführt werden kann.

      Sehr negativ betrachte ich das offene Ende. Ich bin am Ende mit der Story nicht mehr ganz mitgekommen (Wer ist Xesha? Wer ist Selena? Was hat es mit der Göttin auf sich?) und habe auch nicht wirklich verstanden, dass mein Amulett in keinster Weise mehr vorgekommen ist (Ich hatte es ja dabei, wieso haben die dann den Dämon aus Rhobar III beschworen?) und sehe es nur als Möglichkeit, ein Addon offenzuhalten - weswegen Setariff auch nicht zugänglich ist, was ich auch ärgerlich finde.

      Positiv überrascht hat mich die Tatsache, dass es BUGFREI abläuft. Ich hatte während des Spiels keinen einzigen Bug und auch keine Performanceprobleme. Ganz im Gegensatz zu Gothic 3 scheint diesmal ein bugfreies Spiel auf den Markt gekommen zu sein.

      Negativ dagegen sehe ich wieder das Level-Up-System. Es geht nur bis Level 30 (in Thorniara war ich drüber schon...) und wenn man sich nicht wirklich einig ist mit dem Skillen, ist man am Ende nichts halbes und nicht Ganzes. Feuerbälle leeren das Mana total leer, Schwertschläge bringen fast überhaupt nichts. Das Balancing hier ist auch noch nicht komisch.



      Komisch ist auch, wie Schwerter, Tränke und Essbares hergestellt werden. Dies erfolgt nicht mehr an den zugehörigen Objekten (Amboss, Schleifstein, Alchemietisch, Herd) sondern kann jederzeit überall durchgeführt werden. Kein Negativpunkt, aber doch etwas komisch - wäre es so schwer gewesen, das auf diese Objekte zu legen?

      In Arcania ist es auch nicht mehr möglich zu schlafen, um so Mana- und Heiltränke zu sparen. Allerdings regeneriert sich Mana und Leben automatisch.

      Zauber gibt es an der Zahl nur 9 Stück - 3 pro Gott bzw. Fähigkeit mit je 3 verschiedenen Leveln. Allerdings sind diese super animiert.

      Der Spielspaß und die Motivation für das Spiel habe ich daraus gezogen, dass ich wissen wollte, wie die Story weitergeht (Gothic-Story) und weil mir das Spiel im Sinne von Hack & Slay (ala Diablo) Spaß gemacht hat.

      Mir stößt leider auch sauer auf, dass aus dem Namen des Helden wieder ein Geheimnis gemacht wird und auf das ständig angespielt wird - und dies kramphaft versucht wird. Wäre es nicht einfacher, dem Held einfach nen Namen zu verpassen? Thorben zum Beispiel?


      Grafik

      Die Grafik ist wirklich herausragend. Wie bereits die Bilder, die ich angehängt habe zeigen.



      Spellbound hat hier tolle Arbeit geleistet. Das einzige, das nicht so schön ist, sind die Mimik- und die Gesichter.



      Mir persönlich gefallen auch die Laufanimationen des Helden nicht, da mir diese zu "beschwingt" und unrealistisch aussehen.


      Fazit

      + Grafik
      + Spielspaß als Hack & Slay
      + Man kann per XBOX Controller auf PC so spielen wie auf der XBOX360
      + Bugfrei
      + Manche witzige Dialoge des neuen Helden
      + Synchronisierung und Musik


      - Krampfhafter Versuch des Helden, draufgängerisch zu wirken wie der alte Held
      - Story
      - Balancing noch stark überarbeitbar
      - Zu wenige und zu einfach gestrickte Quests
      - Teilweise unglaubwürdige Welt
      - Zu wenig außerhalb der Storyline zu entdecken (Schätze, etc.)
      - Offenes Ende um ein Add-On oder zweiten Teil nachliefern zu können
      - Viel zu geringe Spielzeit
      - Gegner deplatziert. Gebiete teilweise ohne nennenswerte Gegner, Thorniara bspw. total überfüllt
      - Viele Häuser nicht betretbar (besonders in Thorniara fällt dies auf)
      - Mimik / Gesichter
      - Animationen des Helden


      Würde ich Arcania als Gothic bewerten (womit JoWood ja auch geworben hat!) müsste ich noch weitere Punkte abziehen, da es alles ist, aber kein Gothic.
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      "And, in the end, the love you take/ Is equal to the love you make." - Paul McCartney
    • Ich wollte mir dieses Game nächste Woche kaufen,
      aber nun gleube ich dir...ich kauf mir lieber ein Eis.
      PC: 29610 3D-Mark Vantage Punkte
      CPU: Intel Core i7 (4x 4200 MHz, Sockel 1155, HT)
      RAM: 16GB DDR3 2333MHz (CL9-9-9-24)
      Grafik: 2x Geforce GTX950 OC
      Mainboard: ASUS P8 Z77-V LX
      BS: Microsoft Windows 7 Ultimate x64 SP1 und Windows 8.1 Professional x64
      Festplatten:. 2x 128GB SATA3 SSD, 1x 1TB SATA
      2 TB Western Digital

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    • Übrigens: Natürlich wiedermal ein toller Spielebericht von dir. ;)

      @Ecko
      Falls du Risen noch nicht kennst, würde ich das an Stelle von Arcania spielen. Macht wesentlich mehr Laune und hat wenigstens auch "klassische" Gothic-Elemente.

      Andernfalls, wie schon gesagt, werf mal einen Blick auf Fallout New Vegas. Lies dir dazu mal den Testbericht bei GameStar durch. Ist von den "Oblivion" Entwicklern und demnach vom Aufbau identisch, spielt halt nur in der Endzeit, hat eine bessere Grafik und ist brutaler.

      Noch nicht erschienen, wird aber glaub ich ende des Jahres veröffentlicht: Two Worlds II. Wird bestimmt auch nicht schlecht. ^^

      Grüße
      Oil Crisis '73 Chernobyl '86 Windows '95
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