James Bond 007: Blood Stone Testbericht

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    • James Bond 007: Blood Stone Testbericht


      Zunächst ein halber Bond ...
      James Bond 007: Blood Stone. Das offizielle Spiel zum ... ja, zum Film ? Fehlanzeige ! Aus finanziellen Gründen konnte und kann die Filmproduktionsgesellschaft MGM keinen weiteren James Bond auf die Leinwände zaubern. Mein erster Gedankengang: Das kann ja nur Schlechts verheißen. Doch nach den ersten paar Minuten im Spiel ist mir klar geworden: Wow, das ist Bond!

      ... dann ein ganzer
      Agentflair, typischer Bondstil und eben Daniel Craig im MI6. Drei wichtige Aspekte sind schonmal erfüllt. Doch natürlich würde das allein zu einem erfolgreichen Spiel nicht ausreichen. Nach einem schönen Intro, dass einem schonmal Geschmack auf die Anfäge der Story macht, startet man auf einer kleinen Yacht. Nämlich der Yacht von einem gewissen "Greco". Wie sich im Intro herausstellt, plant dieser einen Anschlag auf das G20 Treffen. Das Ziel ist klar: Greco eliminieren und somit den Anschlag verhindern. Doch das ist bei weitem nicht der vollständige Storyverlauf.

      Auf den ersten Blick...
      Fällt einem schonmal die detailgetreue Umgebung auf. Die Grafik ist, wie erwartet, nicht auf dem neuesten Stand der Dinge, aber enorm abwechslungsreich gestaltet! Man befindet sich in Athen, Griechenland. Und genau danach sieht es auch aus. Nachdem ich mich erstmal in der Umgebung umgeschaut habe, fiel mir unmittelbar der erste Gegner in die Augenwinkel. Gleich mal wollte ich das Nahkampfsystem testen. Rannte also auf ihn zu und führte diese Nahkampfattacke aus. Die erste von 150 sogenannten Queensberry-Regeln bestanden! Nun gut, das sah doch schonmal ganz nett aus. Ab zum nächsten Gegner und nochmals die Nahkampfattacke ausgeführt. Unerwarteterweise wendete James diesmal eine ganz andere Angriffstechnik an. Und dazu noch intelligent! Ein robuster Stahltisch stand vor meinem Gegner und ... nun ja ... James hat ihn entsprechend verwendet, um seinen Kontrahenten kampfunfähig zu machen. Und das macht nicht nur jede Menge Spaß, hat auch einen Sinn: Man spart eine Menge Munition und kann unentdeckt bleiben!
      Mit geschicktem Vorgehen ist es nämlich tatsächlich möglich, einen Teil der Missionen in Blood Stone lautlos zu meistern. Belohnt wird man dafür allerdings nicht, auf Grund dessen gibt man es auch nach einer Zeit auf und verfolgt lieber die klassische Bondtaktik: MP5 zücken und seinen Spaß haben! Hat man genügend Nahkampfangriffe ausgeführt, bekommt man sogenannte "Fokus-Ziele". Na, woher kennen wir das schon ? Richtig. Das System ist dem von Splinter Cell Conviction ziemlich ähnlich. Bond zielt automatisch auf die Gegner und ich als Spieler muss lediglich die Schusstaste bedienen. Und auch das funktioniert überraschend gut.


      Fahrspaß pur!


      Ja, ich berichte hier immer noch über das Spiel "James Bond 007 Blood Stone". Nicht etwa über Split\Second. Gleich zu Beginn, kurz vor Abschluss der ersten Mission, darf man an einer spektakulär inszenierten Verfolgungsjagd teilnehmen. Mit dem Boot! Und die lässt keine Wünsche offen. Weitläufig, gute Physik, super Explosionen und Adrenalin pur. Doch natürlich war diese nicht die einzige. In den kommenden Missionen sitzt man hinter dem Steuer eines Aston Martin DBS und sogar hinter dem Steuer von Bonds klassischem Aston Martin DB5. Da tränen einem schon fast die Augen, nicht etwa vom Zwiebelschälen. Bedenkt man jedoch, dass sogar noch ein Schadensmodell für die einzelnen Vehikel existiert, auch für den DB5, tränen die Augen auch ohne Zwiebel vor dem Bildschirm. Es ist zwar nicht die Créme de la Créme, aber immerhin vorhanden. Somit überzeugen auch die actiongeladenen Fahrsequenzen voll und ganz!

      ... auf den zweiten Blick
      dachte ich mir: "Och nö, nicht schon wieder eine Schießsequenz". Trotz des extrem abwechslungsreichem Missionsdesign wirken die Schießerein mit der Zeit ziemlich aufgesetzt. Die ansich gute Story ist gegen Ende leider auch ziemlich schnell vorbei. Potenzial verschenkt! Den "Lust auf Mehr" Pegel treiben dann auch die Minispiele nicht mehr an, wo man etwa eine Kamera deaktivieren muss oder einen Computer hackt. Das einzige, was einen vielleicht noch ein wenig motiviert, sind die zu erfüllenden 150 Queensberry-Regeln. Und wo wir gerade schon bei der Motivation sind: Die 3 Schwierigkeitsgrade sind immerhin sehr gut abgestimmt! Wo der "Rekrut" noch verhältnismäßig leicht ist, ist der "Agent" schon ziemlich schwierig zu meistern. Der "Feldagent" wiederrum bietet einen guten Kompromiss. Noch zu erwähnen ist die gute Hintergrundmusik. Teils "bondtypisch" teils "treibend". Eine gute 5.1 Unterstützung ist ebenfalls an Board.


      Fazit

      Meine erste Vermutung war ein "James Bond: Ein Quantum Trost" mit neuer Story. Doch diese Vermutung hat sich ziemlich schnell als "unrichtig" herausgestellt. Nichtsdestotrotz war "Ein Quantum Trost" eine verhältnismäßig akzeptable Filmumsetzung. Filmumsetzung aus 2 Filmen. Jedoch meilenweit an der Qualität des "007: Nightfire" vorbei. "James Bond 007: Blood Stone" kann sich von "Ein Quantum Trost" absetzen. Zwar ist die Spielmechanik ziemlich ähnlich, aber wesentlich abwechslungsreicher gestaltet. An dieser Stelle natürlich zu erwähnen die Fahrsequenzen sowie das spaßige Nahkampfsystem. Und ein derart abwechslungsreiches Missionsdesign gab es zuletzt in Splinter Cell: Double Agent. Alte Macken wie die unausgereifte "Schulterperspektive" wurden ebenfalls beseitigt. Da Blood Stone glücklicherweise nur auf einer einzigen Story basiert, ist auch das bekannte "Story Wirrwarr" aus dem Vorgänger nicht aufzufinden. Doch die andauernden Schießeinlagen, die wiederum mal ziemlich abwechslungsarm gestaltet sind, nehmen einem auf Dauer den Spielspaß. Da hat man James mal für ein paar Tage genug gesehen, und lässt ihn in lieber in der Ecke liegen. Die Minispielchen sind zwar ganz nett, tragen aber auch nicht viel zum Spielspaß bei. Dennoch bleibt Blood Stone ein solides Actionspiel für Jedermann.

      Pro und Kontra

      [x] enorm abwechslungsreiche Missionen
      [x] detaillierte Grafik
      [x] sehr spaßige Fahrsequenzen
      [x] Schwierigkeitsgrade gut abgestimmt
      [x] schöne musikalische Unterhaltung

      [x] für erfahrene Spieler insgesammt zu einfach
      [x] keine Sprung - und Schleichtaste
      [x] ziemlich kurz
      [x] Grafikengine im Grunde genommen veraltet

      Gut 2 [-] | 75 | 100
      Solides Actionspiel. Wird Bond gerecht.

      (C) 2010 Malte H
      Lizenz: BY-ND
      Oil Crisis '73 Chernobyl '86 Windows '95
      rePlaying - klassische PC-Spiele
    • :thumbup:
      PC: 29610 3D-Mark Vantage Punkte
      CPU: Intel Core i7 (4x 4200 MHz, Sockel 1155, HT)
      RAM: 16GB DDR3 2333MHz (CL9-9-9-24)
      Grafik: 2x Geforce GTX950 OC
      Mainboard: ASUS P8 Z77-V LX
      BS: Microsoft Windows 7 Ultimate x64 SP1 und Windows 8.1 Professional x64
      Festplatten:. 2x 128GB SATA3 SSD, 1x 1TB SATA
      2 TB Western Digital

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